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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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| Was kennzeichnet Rheumaerkrankungen? Hier muss erst einmal nach der Art der rheumatischen Erkrankung unterschieden werden: 1) chronisch entzündliche Rheumaerkrankungen: Es handelt sich bei dieser Gruppe von Rheumaerkrankungen um eine entzündliche Erkrankung. In verschiedenen Geweben (z.B. Gelenkschleimhaut, Sehnengewebe, Haut, Nieren) aber auch im Blut kann je nach Krankheit verschieden eine Entzündung nachgewiesen werden. Die Erkrankung ist systemisch, das heißt, es ist nicht nur ein Teil des Körpers (z.B. die Gelenkschleimhaut im rechten Knie) betroffen, sondern es lassen sich Erkrankungszeichen im Körper darstellen. Das "Körpersystem" ist (in unterschiedlichem Ausmaß) betroffen. Die Erkrankungen verlaufen meist chronisch. Der Beginn dieser Rheumaformen kann schleichend (zunächst leichte sporadische, an Intensität und Dauer zunehmende Beschwerden) oder plötzlich (starke Schmerzen "über Nacht") sein. In den meisten Fällen zieht sich die Erkrankung über Monate und Jahre hin (chronisch); dabei können sich die Beschwerden steigern, aber auch allmählich geringer werden oder "wellenförmig", d.h. schubartig, auftreten. In diese Gruppe gehören z.B.: Rheumatoide Arthritis (= chronische Polyarthritis), verschiedene Spondyloarthritiden (Morbus Bechterew und andere), Psoriasis-Arthritis, Systemischer Lupus Erythematodes, Polymyalgia rheumatica und viele andere. 2) degenerative Rheumaerkrankungen: Diese Erkrankungen zeigen meist schmerzhafte Verschleißerscheinungen an betroffenen Gelenken. Es kann zu einer lokalen (am betroffenen Gelenk) Entzündung mit Schwellung und Überwärmung kommen. Ohne Behandlung schreiten degenerative Erkrankungen meist fort. Systemische (den ganzen Körper betreffende) Reaktionen treten nicht auf. Degenerative Rheumaerkrankungen können überlappend mit z.B. entzündlich rheumatischen Erkrankungen auftreten, was Diagnostik und Therapie erschwert. In diese Erkrankungsgruppe gehören z.B.: Knie- oder Hüftgelenks-Arthrosen, Polyarthrose und Arthrose der Wirbelgelenke. 3) Weichteilrheumatische Erkrankungen: Man unterscheidet:
Diese generalisierten Erkrankungen wurden erst in den 80-er Jahren genauer beschrieben. Ein häufiger Vertreter dieser Diagnose ist das Fibromyalgie-Syndrom. Es kommt zu Schmerzen des Rückens und verschiedenster Körperregionen, aber auch z.B. Kopfschmerzen, wobei innere Organe nicht betroffen sind. Entzündungszeichen, z.B. im Blut, finden sich in der Regel nicht. Weichteilrheumatische Erkrankungen können allein (primär) oder sekundär, d.h. in Zusammenhang mit einer anderen rheumatischen Erkrankung auftreten. Dies kommt relativ häufig (ca. 80%) vor und erschwert die Diagnosestellung und Therapie. Auch hier ist wieder der Spezialist gefordert. 4) Pararheumatische Erkrankungen: Diese Erkrankungen treten im Gefolge einer anderen, nicht-rheumatischen Erkrankung auf. Sie können in ihren Beschwerden, ja sogar in bestimmten Laborergebnissen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung zum Verwechseln ähneln. Dieses "rheumatologische Chamäleon" stellt hohe diagnostische Anforderungen. |
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